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"Nimm' Dein Schicksal an" - Wieso soll ich etwas akzeptieren, das ich nicht will?

Der Ratschlag, eine unliebsame Situation zu akzeptieren, wird häufig missverstanden

Akzeptieren? Niemals! Für viele ist es ein rotes Tuch: Wenn jemand ein Problem oder anderweitig mit den Widrigkeiten des Lebens zu kämpfen hat, sind Ratschläge wie „Nimm es an“ oft das Letzte, was die Betroffenen hören wollen. Im schlimmsten Fall bringt sie sowas richtig auf die Palme.
 

Eine solche Reaktion ist nachvollziehbar – vor allem, weil häufig missverstanden wird, was eigentlich gemeint ist. Etwas anzunehmen oder zu akzeptieren wird nämlich häufig verwechselt mit sich damit abfinden.


"Wieso soll ich mich mit etwas abfinden, das ich nicht will?" wird dann gefragt. Und genau hier liegt das Missverständnis.

Wir wollen und sollen uns gar nicht mit Dingen abfinden, die uns belasten. Aber je mehr wir gegen eine Situation ankämpfen, desto schwieriger wird es, sie zu ändern.

Wogegen Du Deinen Widerstand richtest, dem schaffst Du Bestand

Der Psychiater Carl Gustav Jung hat das treffend formuliert:


WOGEGEN DU DEINEN WIDERSTAND RICHTEST, DEM SCHAFFST DU BESTAND.

Warum ist das so?

Weil wir uns dann im Angriffs- oder Abwehrmodus befinden. Wir konzentrieren uns auf das Negative, bekommen einen starren Blick und verkrampfen. Anstatt zu schauen, wie wir Abhilfe schaffen und die Situation ändern können, richten wir unsere gesamte Energie darauf, gegen das Problem anzukämpfen.

Wenn wir hingegen akzeptieren, dass wir das Problem haben, geben wir den Widerstand dagegen auf. Es
anzunehmen bedeutet nichts anderes, als sich einzugestehen, dass die Dinge – im Moment – sind, wie sie sind: "Ja, es ist so – ob es mir gefällt oder nicht!"

Und auch wenn das im ersten Moment schwerfällt und vielleicht sogar wehtut, schafft es viel Erleichterung, sich das einzugestehen. Es auszusprechen. Am besten vor dem Spiegel.

Wenn der Widerstand aufgegeben wird, weitet sich der Blick. Wir können klarere Gedanken fassen, sind kreativer und viel offener für mögliche Lösungswege.

Insofern bedeutet die Akzeptanz eines Problems gerade nicht, dass wir uns damit abfinden sollen. Vielmehr ermöglicht sie uns, Auswege zu finden. „Nimm es an“ bekommt dann einen ganz anderen Klang: Wir müssen den Status Quo akzeptieren, damit wir ihn verändern können.


Gibt es eine Situation, die Sie schon lange belastet und die Sie verändern möchten? Ich unterstütze Sie gerne dabei. Melden Sie sich gerne bei Fragen zu meiner Arbeit als Coach, bei Terminwünschen oder für ein unverbindliches Kennlerngespräch. Ich freue mich auf Sie!


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